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24Jan./12Off

Weltweite Verbreitung und Fußballjargon

Viele Millionen Menschen haben den Fußball zum Hobby. Zugleich ist er Spitzensportart mit eigenem Auftritt an der Börse. 306 Spiele füllten in den Jahren 2009/10 die Bundesliga-Saison und boten über 13 Millionen Besuchern im Stadion gute Unterhaltung. Umgerechnet kamen auf jedes Spiel durchschnittlich 42.490 Zuschauer. Die Weltmeisterschaft 1950 Brasilien gegen Uruguay zog weltweit 199.854 Zuschauer an. In jedem Alter und jeder Sozialschicht gibt es fußballinteressierte Menschen. Fußball wird in der Freizeit gespielt und bietet für Fans genügend Gesprächsstoff, nicht zuletzt deshalb, weil die Medien die Spiele übertragen und darüber berichten.

Insbesondere Fußballspieler, Trainer und Fans verwenden Fußballjargon und grenzen sich dadurch nach außen ab. Zudem fördert der Jargon eine Art Identitätsbildung und festigt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Auch im Fernsehen und Rundfunk ist der Fußballjargon teilweise zu hören. Außerdem werden in Bezug auf bestimmte Fußballereignisse neue Wörter kreiert. So geschah es zur WM 2006, als es hieß "Deutschland. Ein Sommermärchen". Dieser Ausspruch bezieht sich auf Heinrich Heines Versepos "Deutschland. Ein Wintermärchen" und wurde entsprechend umgewandelt. Zum Fußballjargon gehören Begriffe wie "bolzen", "Fußballhochburg", "einen Spieler umlegen", "einen Pass blind spielen" und "über den Ball säbeln". Außerdem verwenden die Beteiligten Sprüche wie "Ein Spiel hat neunzig Minuten", "Der Ball ist rund" und "Das nächste Spiel ist immer das schwerste". Andere Ausdrücke stehen für sportliche Trends und sind vor allem in den Medien zu hören. Da geht es um die "kontrollierte Offensive" oder die "Viererkette".

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