Keiner will nach Bremen
Die Suche nach einem Nachfolger für Klaus Allofs gestaltet sich bei den Bremern deutlich schwerer, als ursprünglich erwartet. Nun haben die Verantwortlichen der Hanseaten die nächste Absage eines Wunschkandidaten bekommen. Marc Kosicke, seines Zeichens Berater von Dortmund-Trainer Jürgen Klopp hat offenbar nur wenig Lust auf einen Wechsel. Davor hatte bereits Dietmar Beiersdorfer den Job als leitender Geschäftsführer der Grün-Weißen abgelehnt. Doch warum will scheinbar niemand diese Aufgabe übernehmen?
„Kosicke wäre eine smarte und kreative Lösung gewesen. Wir haben gehofft, dass es mit ihm klappt. Jetzt bemühen wir uns um eine zügige andere Lösung, werden aber mit der nötigen Sorgfalt suchen“, so Willi Lemnke. Kosicke ist ein Sport Manager, der als Geschäftsführer seiner Agentur „Projekt B“ unter anderem Größen wie Jürgen Klopp berät. Er selbst ließ es sich natürlich nicht nehmen, seine Absage an die Bremer genauer zu begründen. „Es ist keine Entscheidung gegen Werder, sondern für meine Agentur und natürlich meine Familie. Ich habe drei kleine Kinder und möchte weiterhin viel Zeit mit ihnen und meiner Frau verbringen. Das wäre nicht mehr so einfach gewesen“, so der Wunschkandidat von Schaaf und Co.
Bereits am Mittwoch wurde diese Entscheidung gefällt und der Vereinsführung von Bremen kommuniziert. „Gefasst, aber verständnisvoll“, so der Sport-Manager auf die Frage, wie die Bremer auf Korb reagiert hätten. Der Job habe ihn zwar gereizt, allerdings ist die Anfrage leider zum völlig falschen Zeitpunkt bei ihm eingegangen. „In zehn Jahren wäre der Zeitpunkt eventuell für mich der Richtige. Werder ist ein toller Klub mit wertestarken Menschen!“
Die Bremer müssen wohl nun mit dieser Entscheidung leben. Angesichts der momentanen Situation steigt nun aber auch der Druck. Langsam muss eine Lösung gefunden werden, denn nach 2 Absagen wird das Eis langsam sehr dünn. „Es ist schade, aber unser Image leidet nicht“, so Lemnke auf die Frage, ob diese Absagen eine Auswirkung auf den Ruf des Traditionsklubs haben könnten. Zwar dementierte die Vereinsführung dieses Szenario, allerdings täte dem Image eine schnelle und zufriedenstellende Lösung wohl noch besser.